Samtpfoten im Hörsaal – die Campuskatzen der Uni Hildesheim

Eine schwarze Katze balanciert auf einer schmalen Beetumrandung aus Beton, im Hintergrund sind Grünpflanzen und Universitätsgebäude.
© Thassilo Vahlenkamp
Auf Streifzug mit der schwarzen Campuskatze.

Vielleicht hast du sie schon mal im Winter auf einer der beheizten Bänke im Foyer liegen gesehen, oder sie hat sich im Sommer auf einer der Grünflächen des Campus zu dir gesetzt, während du fleißig gelernt hast? Falls nicht möchte ich dir heute das hervorstechendste Alleinstellungsmerkmal der Hildesheimer Uni vorstellen: die Campuskatze!

Durch das Onlinesemester hat es bei mir leider eine Weile gedauert, bis ich ihr das erste Mal über den Weg gelaufen bin. Und dann war sie auf einmal da: Eine pechschwarze Katze, die zwischen den Beinen der Studierenden über den Campus streunt. Manchmal sitzt sie auch in Seminarräumen und schaut aus dem Fenster oder wartet am Gebäudeeingang, dass irgendwer für sie die Tür aufmacht.

Wie ich irgendwann erfahren habe, handelt es sich bei diesem mir leider namentlich nicht bekannten Vierbeiner tatsächlich schon um die zweite Campuskatze. Über die erste, Fräulein Sinner, wurde 2015 sogar bundesweit in großen Zeitungen berichtet (beispielsweise hier) und der NDR hat einen kurzen Beitrag gesendet, den du hier anschauen kannst. Fräulein Sinner wurde 2002 als abgemagerte Streunerin von einer Verwaltungsmitarbeiterin (Frau Sinner) vor einem warmen Lüftungsschacht der Bibliothek gefunden und aufgepäppelt.

Eine schwarze Katze liegt unter einer Beetumrandung aus Beton mit Sitzfläche, im Hintergrund, sind einige Studierende zu sehen.
© Thassilo Vahlenkamp
Ein schattiges Versteck auf dem sommerlichen Campus.

Seither lebte sie auf dem Campus und bekam dort, neben Streicheleinheiten von unzähligen Studierenden, von einigen Mitarbeiter_innen der Uni alles, was sie zum Leben brauchte: mehrere Schälchen mit Wasser und Futter, verteilt an verschiedenen Stellen in den Gebäuden, aber auch Tierarztbesuche. Vor drei Jahren ist sie dann in hohem Alter verstorben – und bald darauf erschien von irgendwo her eine neue Katze, die den Platz von Fräulein Sinner einnahm. Damit allerdings nicht genug: Auch ein Kater namens Balu, der eigentlich in einem der umliegenden Häuser lebt, ist wohl schon häufiger auf dem Campus gesichtet worden und lässt sich gerne von den Studierenden streicheln. Zwar haben sich unsere Wege noch nicht gekreuzt, in Zukunft werde ich aber nach ihm Ausschau halten, wenn ich über den Campus gehe.

Als großer Katzenfreund war ich sofort sehr begeistert, als ich von dieser einzigartigen Besonderheit des Hildesheimer Campus erfahren habe und freue mich jedes Mal, wenn ich mal eine Veranstaltung am Hauptcampus habe und dort der tierischen Uni-Ikone begegne. Fazit für mich: auch wenn es noch viele andere Aspekte gibt, die ein Studium an der Uni Hildesheim attraktiv machen – die Campuskatzen stehen in meinen Augen ganz weit vorne!

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