Mein erster Besuch auf dem Hildesheimer Weihnachtsmarkt

Ein von Fachwerkhäusern umschlossener Weihnachtsmarkt mit beleuchteten Buden, großem Baum und einer eindrucksvollen Weihnachtspyramide.
Bild: Thassilo Vahlenkamp

Heiligabend steht vor der Tür und was für mich alljährlich zur Adventszeit gehört, wie ein geschmückter Baum ins Wohnzimmer meiner Familie, ist der Weihnachtsmarkt. Dieses Jahr erlebe ich ihn zum ersten Mal in Hildesheim und über meine Eindrücke berichte ich im Folgenden.

Als ich letztes Jahr im Oktober nach Hildesheim gezogen bin, konnte ich mir nur in meiner Vorstellung ausmalen, wie wohl der Weihnachtsmarkt auf dem ohnehin schon sehr schönen historischen Marktplatz sein müsse. Die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung ließen bald darauf jedoch meine Vorfreude platzen, mit dem Lockdown wurde der Markt abgesagt. Die pandemische Lage ist dieses Jahr kaum anders, doch durch dir verschiedenen Sicherheitsvorkehrungen kann der Markt endlich wieder stattfinden. Also habe ich mir einige Freunde übers dritte Adventswochenende eingeladen und wir waren zusammen dort. Während unserer Bachelorzeit in Mainz waren meine Freunde und ich jedes Jahr auf dem dortigen Weihnachtsmarkt und wir alle haben viele schöne Erinnerungen daran. Umso spannender war es, nun gemeinsam im Vergleich dazu den Hildesheimer Weihnachtsmarkt zu erkunden.


„In Mainz gibt es dieses Jahr keinen Flammlachs“ rief einer meiner Freunde, als er mit strahlenden Augen den Stand erblickte, kaum dass wir am frühen Samstagnachmittag das Marktgelände betreten hatten. Doch bevor er seinen Heißhunger stillen konnte, mussten wir uns noch um die notwendigen Formalia kümmern. Die noch nicht Geboosterten in unserer Gruppe hatten auf dem Weg noch einen Schnelltest gemacht, dessen Ergebnis wir samt Impfnachweis an einer kleinen Hütte vorzeigen mussten, um ein Tagesbändchen zu erhalten, ohne das wir an den Ständen nichts hätten kaufen können. Glücklicherweise waren wir früh dran und mussten nicht lange anstehen.
Kurz darauf konnten wir uns also nicht nur an köstlichem Flammlachs, sondern auch an gerösteten Mandeln, Crêpe, Schmalzgebäck (welches es wiederum auf dem Mainzer Weihnachtsmarkt nicht gibt) und vor allem einigen Bechern Glühwein gütlich tun – und das gefühlt wieder unter normalen Bedingungen (es herrscht zwar Maskenpflicht, aber daran haben wir uns inzwischen so gewöhnt, dass es kaum noch störend auffällt).

Während wir guter Dinge über den Markt bummelten, lief mir dann auch noch Jule über den Weg, die ebenfalls einen Artikel für diesen Blog schreibt hat, welchen ich dir sehr empfehlen möchte und in dem sie beschreibt, wie sie dieses Jahr die Adventszeit erlebt hat. Nach ein paar Takten angenehmen Plauderns zog es uns weiter.
Unseren Lieblingsglühweinstand hatten wir schnell gefunden, dort gab es auf den ohnehin schon vergleichsweise günstigen Preis noch 50 Cent Ermäßigung für Studierende und zudem fanden sich an jedem Tisch kleine mit Spekulatius gefüllte Körbchen zum freien Verzehr. So dauerte es auch nicht lange, bis wir die ebenfalls erhältliche Stempelkarte gefüllt hatten, mit der wir für zehn getrunkene Becher Glühwein einen weiteren umsonst bekamen. An dieser Stelle also einen herzlichen Dank für den Tipp einer lieben Kommilitonin! ? Falls du ebenfalls diesen Stand aufsuchen willst, findest du ihn direkt an der Ecke Rathausstraße/Osterstraße gegenüber der Santander-Bank. Wer es gerne edler mag findet übrigens auch einen hervorragenden Winzer-Glühwein direkt vor dem Rathaus.
Die offenbar ebenfalls sehr empfehlenswerte Veranstaltung Designachten habe ich leider verpasst, was mir allerdings davon zu Ohren kam hörte sich sehr gut an und ich hoffe, nächstes Jahr mehr Glück zu haben. Dabei handelt es sich um eine kleine Design-Messe im Rathaus mit verschiedenen Ständen, an denen zur Saison passende Handwerksstücke angeboten werden.


Darüber hinaus hat der Weihnachtsmarkt mit einem kleinen Riesenrad und Kinderkarussell auch für die Kleinen was zu bieten. Sehr schön anzusehen sind außerdem die große beleuchtete Weihnachtspyramide und mit Lichterketten geschmückten Tannenbäume zwischen den Buden und überdachten Stehtischen. Zusammen mit den historischen Gebäuden, die den alten Marktplatz säumen, strahlt der Ort eine der Zeit entrückte Atmosphäre und heimelige Wärme aus, die uns alle in wunderbare Weihnachtsvorfreude versetzt hat. Vom Glühwein gewärmt und mit vielen Leckereien im Bauch sind wir dann wieder nach Hause gegangen – mit dem Plan, am nächsten Tag auf jeden Fall noch mal auf den Hildesheimer Weihnachtsmarkt zu gehen!

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